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| wellcome Gründerin Rose Volz-Schmidt |
Die Gründerin
Rose Volz-Schmidt
Nach dem Studium der Sozialpädagogik in Nürnberg leitete Rose Volz-Schmidt die Freizeithelferarbeit der evangelischen Kirche Nordelbiens; danach war sie über zwanzig Jahre Leiterin der Familien-Bildungsstätten im Kirchenkreis Hamburg-Niendorf. In dieser Zeit entstanden innovative Ideen zur Unterstützung von Familien, unter anderem das Konzept von wellcome.
Als Supervisorin und Beraterin hat sie langjährige Erfahrung in der Entwicklung sozialer Einrichtungen und Strukturen und einen besonderen Blick auf die Menschen, die darin arbeiten.
Seit 2009 widmet sich Rose Volz-Schmidt ausschließlich der Weiterentwicklung und Multiplikation von wellcome und ist geschäftsführende Gesellschafterin der gemeinnützigen wellcome GmbH. wellcome ist ein Angebot für Familien und wird nach einem Social-Franchise-Verfahren bundesweit verbreitet. Es verbindet bürgerschaftliches Engagement mit fachlicher Hilfe. wellcome, eine mehrfach ausgezeichnet soziale Idee, wurde 2002 in Hamburg gegründet und ist inzwischen bundesweit an fast 200 Standorten vertreten.
Rose Volz-Schmidt wurde zweimal als Social-Entrepreneurin ausgezeichnet, erhielt den Prix Courage, ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und ist unter anderem Jury-Mitglied bei der Robert-Bosch-Stiftung, der Schwab-Foundation und der Boston Consulting Group. 2009 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Rose Volz-Schmidt lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Hamburg.
Die Idee zu wellcome
Die Idee zu wellcome wurde geboren, kurz nach der Geburt ihrer ersten Tochter. Rose Volz-Schmidt glaubte sich perfekt auf die Mutterschaft vorbereitet, war sie doch tagtäglich mit jungen Familien in den evangelischen Familien-Bildungsstätten im Kontakt. Sie entwickelte Kursprogramme für junge Familien, baute die Väterarbeit auf und war auf dem neuesten erziehungswissenschaftlichen Stand. Doch dann erlebte sie, wie weit Theorie und Praxis voneinander entfernt sein können: Schwierige Geburt, Ehemann aus beruflichen Gründen abwesend, neu in einem Stadtteil, Freunde und Familie in Süddeutschland - kurz: keine Unterstützung in Sicht.
Die Erkenntnis
Mit dem fachlichen Blick einer Sozialpädagogin auf das eigene Erleben, beobachtet sie die Situation junger Mütter, kam mit ihnen ins Gespräch und reflektierte ihre eigene Arbeit. Immer wieder hörte sie, dass starke Belastung bis hin zur Überforderung tägliche Erfahrung junger Eltern ist. Sie kam zu der Erkenntnis, dass Familien heute eine ganz andere Unterstützung brauchen. Daraus entstand wellcome, praktische Hilfe nach der Geburt, um Mütter zu unterstützen, wie moderne Nachbarschaftshilfe. Das Besondere daran ist, dass Ehrenamtlichkeit und professionelle Hilfe Hand in Hand arbeiten. Diese Hilfe ist für alle Familien da, unabhängig von der sozialen Herkunft.
Der Start
Zunächst arbeitete wellcome als Wochenbett-Service nur in Norderstedt und Hamburg-Niendorf. Da wellcome, Praktische Hilfe nach der Geburt, eine Art moderen Nachbaschaftshilfe ist, bewarb sich Rose Volz-Schmidt sich mit wellcome, 2001 beim ersten Wettbewerb von startsocial und gewann den Preis für das Multiplikationskonzept.
Die Weiterentwicklung
Von da an entwickelte sich wellcome schnell. Rose Volz-Schmidt genoss das Coaching seitens der Unternehmensberatung McKinsey, bei der sie die Welt der wirtschaftlich arbeitenden Unternehmen kennenlernte. Sie machte die Erfahrung, wie beide Seiten, die soziale Organisation und das wirtschaftlich orientierte Unternehmen voneinander lernen. Rose Volz-Schmidt wurde mehrfach für die von ihr entwickelte Initiative und das Geschäftsmodell ausgezeichnet. Die gelernte Sozialpädagogin entdeckte eine neue Identität: die eines social entrepreneurs. Die
Schwab-Foundation und
Ashoka, beide weltweite agierende Organisationen für social entrepreneurship, zeichneten Rose Volz-Schmidt aus und nahmen sie in das jeweilige globale Netzwerk auf.