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Statement der Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann zur "wellcome" Schirmherrschaft in Niedersachsen

"Ich freue mich, die Schirmherrschaft des Projektes wellcome für Niedersachsen übernehmen zu dürfen. Die Bedingungen, unter denen unsere Kinder heute aufwachsen, haben sich in den letzten Jahren sehr verändert. Wichtige soziale Netze wie Verwandtschaft oder Nachbarschaft sind leider oft nicht mehr so tragfähig wie wir uns alle dies wünschen. Und auch die steigende Zahl von Trennungen und Scheidungen bringen neue Familienkonstellationen und wechselnde Beziehungen mit sich.

Aber gerade in der Zeit nach der Geburt eines Kindes benötigen viele Familien Unterstützung. Berichte über Misshandlungen von Neugeborenen zeigen immer wieder, wohin die individuell empfundene Überlastungen von Eltern führen können und wie wichtig in dieser frühen Phase der Elternschaft ein stützendes soziales Netz ist.

Hier genau setzt das Diakonie-Projekt wellcome an. Es hilft meist jungen Familien, in einer Übergangssituation den Babystress zu bewältigen, wenn keine Unterstützung durch die Familie, Freunde oder Nachbarn in Sicht ist. Besonders hervorzuheben ist, dass diese durch hauptamtliche Koordinatorinnen vermittelte Hilfe für Familien von ehrenamtlich engagierten Menschen geleistet wird, ganz unbürokratisch und direkt. Ehrenamtliche erleben, dass sie unmittelbar helfen können und spüren die Dankbarkeit der Betroffenen.

Dieses bürgerschaftliche Engagement zeigt, dass es in unserer Gesellschaft eine wachsende Zahl von Menschen gibt, die bereit sind, soziale Verantwortung zu übernehmen. Niedersachsen nimmt hier übrigens im Ländervergleich eine führende Rolle ein. Darauf können wir stolz sein.

Mit der Übernahme der Schirmherrschaft für wellcome möchte ich nicht nur meine Anerkennung für das Projekt selbst, sondern auch meine Hochachtung für die ehrenamtlich Tätigen zum Ausdruck bringen. Ich wünsche mir, dass an diesem Beispiel überall in Niedersachsen deutlich wird, wie lohnend Engagement für den Nächsten ist."